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05.06.2025

Herz-Jesu-Andachten im Stephansdom: Eine Einladung zur spirituellen Vertiefung im Juni

Der Juni steht traditionell ganz im Zeichen der Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu. In diesem besonderen Monat lädt der Wiener Stephansdom jeden Freitag zu feierlichen Herz-Jesu-Andachten ein.

Die besondere Verbindung des Monats Juni zum Heiligsten Herzen Jesu hat eine lange Geschichte. Ihren Ursprung findet diese Tradition im Jahr 1856: Damals wurde der Freitag in der Woche nach Fronleichnam für die Weltkirche als (Hoch-)Fest des Heiligsten Herzens Jesu eingeführt. Da dieser Festtag stets in den Juni fällt, etablierte sich dieser Monat über die Jahre als zentrale Zeit der Verehrung des Herzens Jesu. Es ist eine Zeit, in der Gläubige weltweit die Liebe und das Erbarmen Christi auf besondere Weise ehren.

 

Dilexit nos - Er hat uns geliebt

 

Die Herz-Jesu-Andachten im Stephansdom bieten eine spirituelle Erfahrung. Diese Gottesdienste ermöglichen eine Besinnung im Stadtraum. Jede Andacht beginnt mit Liedern zur Verehrung. Es folgt Zeit für Gebet und die Begegnung mit Christus. Eine Botschaft widmet sich dem Thema Herz Jesu. Die Herz-Jesu-Litanei schließt sich an, ein gemeinsames Gebet zur Anrufung des Herzens Jesu. Der Eucharistische Segen bildet den Abschluss. Ein Männerchor begleitet die Andachten mit Gesang.

 

Papst Leo XIV. würdigt „leuchtende Vorbilder“ der Herz-Jesu-Verehrung

 

Pünktlich zum Start des Monats Juni hat sich Papst Leo XIV. dem Thema zugewandt und anlässlich der Zentenarfeier ihrer Heiligsprechung drei bekannte französische Heilige als „leuchtende Vorbilder“ herausgestellt. Diese Heiligen haben die Herz Jesu Verehrung auf jeweils eigene, tiefgreifende Weise geprägt:

 

Jean Eudes (1601-1680): Er gilt als Pionier, da er als Erster die liturgische Verehrung der Herzen Jesu und Mariens einführte. Jean-Marie Vianney (1786-1859), der heilige Pfarrer von Ars: Er widmete sein gesamtes Leben dem priesterlichen Dienst und bekannte tiefgläubig: „Das Priestertum ist die Liebe des Herzens Jesu.“
Thérèse von Lisieux (1873-1897): Diese große Lehrerin der „scientia amoris“ (der Wissenschaft der Liebe) zeigte mit kindlicher Frische und Tiefe, wie man den Namen Jesu „atmet“ und den Kleinsten einen „ganz einfachen Weg“ zur Heiligkeit weist. Papst Leo XIV. zitierte dabei auch aus der jüngsten Enzyklika „Dilexit nos“ seines Vorgängers Papst Franziskus, die ebenfalls dem Heiligsten Herzen Jesu gewidmet ist. Dort heißt es kraftvoll: „Ein Strom, der nicht versiegt, der nicht vergeht, der sich immer wieder denen schenkt, die lieben wollen, fließt weiter aus der Wunde an der Seite Christi.“